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II
Back Office
Erinnern wir uns daran, als SEO zum Masstab aller Content-Creationen fuer Markenunternehmen, Agenturen und Texter wurde. Denn fortan war jeder Text „unbrauch- bar“, wenn nicht SEO optimiert. Dieses  Hilfsmittel zu beherrschen, ist fuer viele bis heute wichtiger, als die reale Faehigkeit zu Schreiben oder auch mal realistisch nachzudenken, ob das denn wirklich so sein kann? SEO beinhaltet eigentlich „nur“ das Versprechen, mit ein paar methodischen Regeln im Google-Ranking deutlich bessere Ergebnisse zu erzielen. Klingt erstmal gut. Aber kann das rein rechnerisch wirklich sein, wenn das Versprechen fuer alle gilt? Ich hatte da scho immer meine Zweifel und Google gibt mir heute sogar Recht damit. Wenn wir uns also bewusst machen, dass taeglich Milliarden von Webseiten hochgeladen und aktualisiert werden, Googe aber nur bis zu 15 Such- ergebnisse pro Seite zur Verfuegung stellt, muss der Glaube an SEO schon sehr stark sein! 5 Seiten Google decken also gerade mal 75 Suchergebnisse ab. Aber leider reicht die Geduld der User ja nicht mal dafuer. Spaetestens nach der dritten Seite aendert man naemlich bereits die Suchkriterien. Und je detaillierter man einschraenkt, um so wahrschein- licher wird man auch zu einem Ergebnis kommen. Logisch. Diese letzete Aussage sollte man trotzdem mit Vorsicht bewerten. Denn Google profiliert und qualifiziert Webseitenbetreiber durchaus nach Markenrelevanz und Bekanntheits- grad. Und natuerlich nach Werbe- einnahmen. Und diese Summen haben es in sich! Also haben viele schlaue IT-ler ange- fangen darueber nachzudenken, wie man Google austrickst? Das hat irgendendwas damit zu tun, wie Algorythmen funktionieren.  Aber dafuer fehlt mir tatsaechlich die ent- sprechende Sach- und Fachkompetenz. Tatsache ist, dass diese Methode ueber Jahre sehr erfolgreich war. Ein Texter, der nicht SEO beherrschte, war und ist scheinbar immer noch die krasse Fehlbesetzung. Welch ein Irrtum. Irgendwann hat Google dann jedenfalls wohl doch mal gemerkt, dass sie ausgetrickst werden. Wenn also Websites auf den ersten Google-Suchseiten erscheinen, die weder Inhalt noch Substanz liefern, laeuft da offen- kundig was schief. Es kam zu einer Ankuendigung der Strategieaenderung. Und in der hat Google sehr deutlich klar gemacht, dass ein paar Keywords und SEO optimierte Texte kuenftig eben nicht mehr ausreichen. Im Grunde war das bereits das „Todesurteil“ fuer SEO. Auch Instagram und Co. haben die Abschaffung des „Flachwitzes“ eingeleitet, was man deutlich an der generellen Qualitaetssteigerung der Contentproduktion erkennen kann. Weil Google aber nun mal der Global Player Nummer 1 ist, schafft Google auch die Standards und Normen. Und die beinhalten eine neue Art der Definition. Haben wir bis jetzt eigentlich immer nur ganz allgemein ueber Content und Contentproduktion gesprochen, sprechen wir jetzt ueber Context Content. Heisst, Google setzt heute auf relevante Inhalte mit Mehrwert fuer den User, die eine semantische Suche ermoeglicht. Das ent- scheidende Kriterum heisst also kuenftig Content-Qualitaet und Kontinuitaet. Semantisch bedeutet in diesem Zusammenhang „Themen ueber- greifend im Sinne von Context- Suche“. Und weil die eigene Webseite, aber eben auch Social Media, TV, Rundfunk und Magazine mit Google direkt oder indirekt vernetzt sind, muss man jetzt eine Entscheidung treffen, oder bereits getroffen haben. Vielleicht ist es dafuer aber auch schon zu spaet. Entweder man spielt nach den Regeln der Content-Anforderung oder baut eine eigene und unabhaengige Loesung. Aber auch die funktioniert nicht ohne Kommuikation und Content. „Werben und Verkaufen“ verschmelzen in allen Bereichen zunehmend mit Public Relation, Story Telling und Unterhaltung. Um da auf hohem Niveau mitzu- spielen, braucht man praktisch heute schon eine eigene Redaktion nebst Kreativabteilung, Fotografen, Video- und Mediaproduzenten. Und dann muss das Ganze ja auch noch gemanaged werden. Das ist mittlerweile ein Fulltime-Job. Irgendwann wird man zwangs- laeufig feststellen, dass die die Anforderungen an personeller und technischer Infrastruktur wachsen. Spaetestens dann, wenn die ersten Erfolge sichtbar werden und Contentproduktion zum Tages- geschaeft wird. Das Gegenteil ist natuerlich genauso moeglich. Richtig ist, dass Unternehmens- kommunikation heute fuer jeden zum integralen Bestandteil unter- nehmerischen handelns geworden ist. Es gibt praktisch keine Aus- nahmen mehr. Nochmal. Ich will nicht bezweifeln, dass SEO ein unterstuetzendes und nuetzliches Tool ist. Aber so manche Hysterie finde ich doch etwas uebertrieben. Und was Google selbst ueber sich? „Es gibt nichts auf dieser Welt, was wir nicht wissen, finden, kennen oder als Suchergebnis haben.“ Wenn Google also tatsaechlich auf meine! Key-words angewiesen waere, um „mich“ zu finden, dann waere das im Grunde sogar sehr schoen. Damit gaebe mir Google naemlich eine Art Steuerungsinstrument fuer Kontent an die Hand. Dem ist aber nicht so und deshalb glaube ich das auch nicht. By the way: Dieser Artiikel ist nicht nicht SEO-optimiert. Trotzdem erscheinen die „Key-words“ Google und SEO relativ regelmaessig. Naemlich genau da, wo die Begriffe „Kontext relevant“ sind. Schaue ich mir mir also mal Texte von guten Journalisten des Stern, Zeit oder anderen Magazinen an, lese ich Webtext von guten Copy- writern, faellt auf, dass niemand eine bestimmte „Keyword-Liste“ gebets- muehlenartig abarbeitet. Im Ergebnis geht es naemlich nicht in erster Linie um Google und Ranking, sondern um Lesbarkeit und Text- verstaendnis und Informationsgehalt. Wie die Inhalte dann dahin kommen, wo sie hinsollen, ist und bleibt traditionell eine Frage der Mediadistribution in Verbindung mit der Faehigkeit, selbst fuer Leserbindung zu sorgen.
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